Heizung

Demontage

Die Heizung des T244 ist wunderbar leistungsstark, hat zwei Lüfterstufen und macht den Fahrbetrieb auch im Winter oder in der kälteren Jahreszeit zu einer angenehmen Beschäftigung.

Nur doof wenn ein Wackelkontakt auftritt und die gewünschte Funktion versagt bleibt...
Alle Test`s haben auf das Innenleben der Heizung hingewiesen.

Der Heizungskasten liegt mittig im unteren Bereich des Führerhauses.

Im Zuge der Aufarbeitung des Führerhauses von dem "Roadrunner" von Vroni und Flo, hatte ich sämtliche Verkleidungen entfernt und mich an die Verschraubungen des Heizungskastens gemacht.

Da er beidseitig verschraubt ist, sprich von innen und aussen, wurde der Rahmen der Mittelkonsole von innen gelöst.

Führerhaus abkippen und Vor- und Rücklaufleitung lösen.
Mit guten Klammern habe ich die Leitungen etwas vorher abgeklemmt um nicht sämtliches Kühlwasser zu verlieren.

Von Vorne muss noch eine Verblendung der Kabine entfernt werden, dann können die Verschraubungen des Kastens von aussen gelöst werden.

Aufpassen muss man mit den Bautenzügen für die Regulierung der Heizung und die "Heater Flap", die Klappe die eine Öffnung und Schließung der Heizung vom Innenraum aus erlaubt, um die Heizung bei Wasserdurchfahrten zu schliessen.

Alles gelöst, Kasten frei, elektrische Steckverbindung lösen und schon liegt der komplette Kasten da.


Zerlegen und Reinigen

In der Werkstatt habe ich mir den Kasten etwas genauer unter die Lupe genommen.

Die Verschraubungen am Deckel gelöst und mit einem Heißluftföhn die Verklebungen warmgemacht, damit sich der Spaß auch wirklich löst... (geklebt haben die Engländer schon recht gerne...)

Die Schellen der Kühlerschläuche waren natürlich festgegammelt und sämtliche Schläuche so verhärtet das ich sie aufschneiden musste um die Leitungen beidseitig vom Thermostat zu lösen.

Diese Schläuche mit einer besonderen Biegung gibt es nicht mehr... mehr dazu später.

Deckel war endlich ab, Thermostat gelöst und jetzt konnte ich den Heizungskühler aus dem Kasten demontieren.

Auch lag endlich der Gebläsemotor in seiner ganzen Pracht vor mir.


Gebläsemotor

Das Lösen der Abdeckung der Lüfterräder vom Motor war eine Herausforderung...

Verrostete Kreuzschlitzschrauben hielten die Abdeckungen bombenfest...

Wieder kam (wie schon so oft) mein kleiner Makita Schlagakkuschrauber zum Einsatz.
Ohne den hätte ich nur mit einem Schraubenzieher die Dinger niemals runtergebracht...

Endlich war ich bis an das "Herz" der Heizung vorgedrungen.

Tja was soll ich sagen... der Fehler war ein korrodierter Masseanschluss am Kondensator vom Gebläsemotor...

Alles gereinigt, neu verlötet und mit Kontakt 60, ein spezielles Spray für elektrische Verbindungen eingesprüht.


Endmontage

Nachdem alles von Grund auf gereinigt, neu verlötet, Thermostat entrostet und neu lackiert war, machte ich mich an den Zusammenbau des Heizungskastens.

Die weiter oben erwähnten Kühlerschläuche mit ihrer speziellen Biegung gab es wie gesagt nicht mehr.

Top Ersatz fand ich bei https://www.steinbockgruppe.de/

Vor- und Rücklauf habe ich dann passend in rot und blau gewählt.

Da ich lieber mit Dichtungsband statt mit Dichtungsmasse (bei manchen Dingen) arbeite, habe ich den Deckel der Heizung mit Band abgedichtet und wieder verschraubt.

Funktionsprüfung habe ich dann im ausgebauten Zustand am Fahrzeug getestet.
Kabel angeschlossen, Zündung an, Lüftung an und siehe da..Vollgas... Operation gelungen...

Fertig. Heizungskasten wieder unter den DAF geschraubt. Leitungen und Bowdenzüge angeschlossen und das Kühlwasser aufgefüllt.

Durch die neue Abdichtung ist die Performance der Heizung nochmal etwas kräftiger.

In Summe ein wahnsinns Aufriss und stundenfressender Eingriff...

Aber wie der Bayer sagt...

..."lieber daschwitzt als dafrorn"...


Leyland DAF

Die Webseite soll informieren und als Reiseblog für die Daheimgebliebenen dienen.

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