Fahrerhausdämmung

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Die Fahrkabine des T244 ist wegen der militärischen Nutzung eher sporadisch ausgestattet.
Eine Dämmung der Kabine war nicht vorgesehen.
Gummimatten im Fahrer- und Beifahrerraum war das höchste der Gefühle...

Durch die spartanische Ausstattung ist ein Entfernen der Innenausstattung (Sitze, Toolbox) ein relativ flottes Unterfangen und die Arbeit kann losgehen...

Nachdem zum Schluß die Gummimatten entfernt sind, macht es gleich Sinn die ehemalige MG-Luke von aussen frisch abzudichten.

Dazu habe ich mir eine Drahtbürste mit großem Durchmesser für de Bohrmaschine im Baumarkt organisiert um die alte, verhärtete und poröse Dichtungsmasse heraus zu bekommen.

Bis auf das blanke Metall habe ich alles herunter geschliffen.
Im Anschluss mit Verdünnung alles gereinigt und mit frischer Karosseriedichtmasse alles neu abgefugt.
Dach ist dicht, kein weiteres Wasser dringt von oben herein...


Auch die Befestigungshalter des MG`s habe ich gleich vom Dach der Kabine abgeschraubt und mit einer Schraube M8 mit Gummidichtung und Beilagscheibe wieder verschlossen.

Die ringsum verschweißten Haken für die Tarnnetze hab ich ebenfalls vorsichtig abgeflext.


Alles nackig gemacht...

Die Plastikverkleidungen des Armaturenbrettes habe ich auch komplett entfernt, da diese passend zur späteren Wagenfarbe für das Lackieren vorbereitet wurden.

Die Pappverkleidungen der Türen und im hinteren Bereich der Fahrgastzelle habe ich auch entfernt und einem befreundetem Schreiner als Schablone gegeben... mehr dazu später...

Der komplette Innenraum wurde von sämtlichen Verschmutzungen und Rost gereinigt, angeschliffen und im Anschluss großzügig mit Owatrol konserviert.

Owatrol ist ein stark penetrierender Rostverhinderer.
Stoppt Rost und schützt das Metall vor neuer Rostbildung.
Zieht tief ein bis zum gesunden Metall.
Verdrängt Feuchtigkeit und Luft aus den Rostporen und stabilisiert.
Hinterlässt einen beschichtbaren Film auf der Oberfläche.
Verbesserte Haftung, idealer Grund für Primer und Endanstriche.
Erlaubt es, Farbe direkt auf Rost zu streichen.


Lackiert und fahrbereit montiert...

Der Grundstein war gelegt...
Das Auto war soweit fertig aufbereitet und lackiert und unsere Zeit in der Halle war beendet.
CARL wurde jetzt erstmal bewegt und seinem neuen Zuhause dauerhaft zugeführt.


Wie jeder von uns, war ich natürlich erstmal richtig heiß meine neue Errungenschaft ausgiebig zu bewegen...
Schnell war klar, das wir einen Durchstieg zum Koffer haben wollen...
Gesagt getan, Durchstieg gebaut und dann mit der eigentlichen Dämmung angefangen...

Fahrersitz raus, Gummimatten raus und los ging es

Die erste Rostbehandlung der Bodengruppe (Fußraum) stellte sich als unzureichend heraus... Na ja, dann halt nochmal ran...
Diesmal mit Brantho Korrux 3in1 die gesamte Bodengruppe nochmal behandelt.


Bitumenschwerlastmatten selbstklebend 5,2mm/10kg je qm²

Alle Sicken wurden verklebt, Fensterhebermechanismus ausgebaut und die Türen bepflastert, alle Hohlräume zusätzlich und die Aussenwände von innen beklebt und großzügig mit Dämmmaterial aufgefüllt.

Dem Motortunnel haben wir drei!!! Lagen verpasst.

An der Decke haben wir 19mm Extremisolator in die Aussparungen geklebt.

Durch die Ölofeninstallation im Koffer, konnte ich das gesamte Fahrzeug auf eine angenehme Temperatur bringen.

So haben Sabine und ich, uns an einem langen Osterwochenende die Finger anständig heißgeföhnt, um die Bitumenmatten um jede Rundung und in jede Sicke wie eine zweite Haut an das Fahrerhaus anzupassen.


Jetzt wird`s richtig schick und gemütlich...

Weiter oben sprach ich von den Schablonen...

Wie ihr seht sind sämtliche Türen, Seitenverkleidung hinter Fahrer- und Beifahrersitz, Rückwand sowie der Dachhimmel mit einer neuen Verkleidung versehen.

Die Verkleidungen sind aus einer 5mm starken, 2-seitig beschichteten Verbundplatte.

Die Rückseite wurde mit 12mm starkem Extremisolator und die Sichtseite mit einem Teppich nach unserem Gusto verklebt.

Alles mit Sprühkleber aus einem Polsterfachbetrieb.

Befestigt habe ich alles mit Blechschrauben und Unterlegscheibe auf Sicht.

Die Konsole an der Winschutzscheibe ist aus Multiplex-Birke.
Die Abdeckung ist ein Lochblech, schwarz gepulvert mit Klavierband am Dachhimmel befestigt.

Da ich ja gerne anständigen Sound im Auto habe, sind vorne rechts und links in der Konsole, 3-Wege-Boxen von Pioneer.

Hinter den Sitzen jeweils eine 2-Wege-Studiobox und ein fetter Subwoofer installiert.
Zum Abrunden des Klanges ist vorne mittig noch ein Centerspeaker.

Radio ist ein relativ einfaches Alpine mit CD, USB und Bluetooth mit Freisprecheinrichtung in 12 Volt.

Endstufe ist eine 24 Volt Version von Mosconi damit es auch anständig knallt...

Spannungs-/Ladewandler von 24 auf 12 Volt mit 18A ist ein Mobitronic von WAECO.

Eine sperate 24 Volt Dose habe ich noch in der Mittelkonsole von der originalen 24 Volt Dose im Amaturenbrett abgezwackt.

Sitze sind ISRI 5000 montiert, die jeweils eine integrierte LED-Bodenbeleuchtung installiert bekommen haben.


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Resultat und Erfahrung mit der Dämmung


Die Arbeit ist zwar nicht zu unterschätzen, doch das Resultat der Dämmung mit Bitumen für das Entdröhnen der Bleche in Verbindung mit den neuen Verkleidungen für den Raumschall ist absolut enorm.

Die Kabine hat jetzt PKW-Niveau!!!

Man(n) erschrickt erstmal, weil so gut wie nichts mehr zu hören ist…

Sehr angenehm ist es das man sich mit seinen Liebsten ganz normal unterhalten kann.

Telefonieren mit Freisprecheinrichtung klappt auch bei 120km/h…
(natürlich nur wenn man(n) ein 6-Gang-Getriebe verbaut hat…)

Dazu in einem anderen Thread…


Leyland DAF

Die Webseite soll informieren und als Reiseblog für die Daheimgebliebenen dienen.

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